Italien, Tag 15: Tarquinia

Dieser Blogbeitrag ist eine leicht modifizierte Abschrift des Tagebucheintrags meines Mannes.

Heute geht es 83 Kilometer nach Tarquinia. Die zona archaelogica ist schon von Weitem erkennbar. Wir kaufen Gräber + Museum als Kombiticket (leider nur italienisch; Eintrittspreise Kombiticket: 8€ für Erwachsene, Kinder bis 18 Jahre frei; Einzelpreis Museum oder Gräber: 6€ für Erwachsene; Öffnungszeiten: 8:30-19:30 Uhr, montags geschlossen). Die Gräber sind gut gemacht. Keins gleicht dem anderen und alle sind sie ca. 3000 Jahre alt. Beeindruckend.

Vor allem die Fresken mit den bunten Farben und die Sarkophage und sowie die reichen Grabbeigaben, welche man aber erst im Museum sehen kann. Einige Gräber waren geplündert, viele aber unversehrt. Oft sind detailreiche Bilder erhalten, mit sehr starken Farben, selbst nach so langer Zeit.

Es gibt wenig Schatten auf dem Gräberareal und es ist sehr heiß. Abkühlung findet man in den Gräbern und unter den wenigen kleinen Olivenbäumen, von zwei kleinen pavillonartigen Schattenspendern mal abgesehen.

Es sind keine 20 Gräber, aber der permanente Wechsel zwischen hell-heiß und kühl-dunkel sowie das permanente treppauf und treppab strengen uns Erwachsene doch unheimlich an. Xayriel setzt ein paar Gräber aus und kümmert sich um die Kleene. Es hat allen gut gefallen, vor allem der Große fand es klasse, in den Gräbern das Licht anschalten zu können.

Da das Museum (aus einem nicht mehr nachvollziehbaren Grund) erst gegen 13 Uhr öffnet, schlenderten wir ein wenig durch die Stadt. Letztendlich sahen wir die Kirche des Ortes und ein paar sehr alte Türme. Tarquinia wurde 800 b.c. zur Stadt und das sieht man teilweise auch.

Wir beschließen, erstmal zu Mittag zu essen. Es ist wirklich sehr heiß und Tarquinia an diesem Sonntag ein gottverlassenes Nest, in dem alle Geschäfte geschlossen sind.
Wir finden das Ristorante A Casa Mia. Hier stehen 3 Tische vorm zugigen Lokal unter der Markise und die Menükarten sind handgeschrieben und aus Pappe. Xayriel bestellt Spaghetti shizophrenie, welche gut schmecken. Die Bedienung ist freundlich und die Gerichte und der Rotwein sind überaus preiswert.
Eine schlafende Katze wird zur Attraktion.

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Das Museum birgt vor allem die Funde der Hügelgräber, allen voran Reliefs, Säulen und Sarkophage, später auch Vasen, Waffen und Schmuck.

Die Sarkophage der Etrusker sind auf ihre Art wirklich einzigartig. Die Sarkophagdeckel zeigen die jeweiligen Verstorbenen in typischer Divanhaltung und mit erkennbar charakteristischen Gesichtszügen. Die Bildhauer der Etrusker sind wahre Künstler – und das vor 3000 Jahren. Auch lassen sich die massiven griechischen Einflüsse nicht leugnen.

Sichtbar wird dies auch an den Vasen. Selbst Ohrringe und Gemmen sind erstaunlich filigran gearbeitet. Aber leider ermüdet das Museum den Großen und mich ziemlich schnell und wir werden der vielen Vasen und Scherben überdrüssig. Xayriel scheint es ähnlich zu gehen bzw. zeigt sie Verständnis und eilt nun ihrerseits durch die Räume. Außerdem ist allen klar: nach dem Museum geht’s an den Lido.

Dort sind wir rasch eingetroffen ich muss sagen, es ist der bisher schönste Strand des Urlaubs. Durchaus etwas verschmutzt, aber viel Sand, sehr wenig Steine, Muscheln und Menschen. Der Sand ist von der schwarzen, glänzenden Sorte. Ich habe schon von solchem Sand gehört, aber ich habe noch nie welchen gesehen. Faszinierend.

Man kann 30-50 Meter weit ins Mittelmeer hineinlaufen, dass ermöglicht ein tolles Spielen mit dem Großen, welcher tapfer die Wellenklatscher ins Gesicht erträgt. Ich finde sogar ein paar wenige Muscheln, aber für eine intensive Suche reicht die Zeit nicht.
Schade.
Der Strand war wirklich toll.

Doch wir wollen noch zum Lago di Bracciano. Dieser unglaubliche See soll über so klares Wasserverfügen, dass er eine Blicktiefe von bis zu 10 m ermöglicht. Leider schaffen wir es nicht mehr im Licht der Sonne, wir treffen erst mit der Dämmerung in Bracciano ein. Xayriel schickt mich kurz Fotos schießen, dann geht es Richtung Rom.

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Wir merken aber beide, dass Bracciano für eine mögliche zukünftige Italienreise auf die To-Do-Liste gehört, genauso wie Volterra.

Wir gehen noch recht lecker nahe des Hotels essen. Leider ist die Kleene extrem unleidlich und lässt Xayriel nicht in Ruhe ihre Mahlzeit vertilgen. Der Große ist völlig überdreht, so dass der Abend in einem mittleren Desaster endet 😦

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