Italien, Tag 9: Florenz, schon wieder!

Kaufe niemals nicht Stadtführer im Urlaub! Am Ende werden die noch gelesen und man bekommt hilfreiche Tipps, was man unbedingt sehen sollte 😉

Wir hatten im Buchladen der Santa Maria Novella einen Stadtführer gekauft und diesen habe ich mir zwei Abende lang zu Gemüte geführt. Als Resultat davon entschieden wir uns, am dritten Tag in Florenz den Palazzo Vecchio zu besuchen. Außerdem mussten wir eh nochmal da hin, weil mein Mann beim ersten Besuch versäumt hatte, die berühmte David-Replik Michelangelos adäquat abzulichten.

Bevor wir aber da hin kamen, besuchten wir den Piazza della Repubblica, wo ein großes, buntes, auf alt getrimmtes Karussell stand, mit dem der große Kleene  mindestens drei Runden fahren musste.

Im Palazzo Vecchio wollten wir natürlich auch auf den Turm hinauf, aber der Aufstieg wurde nur ohne Rucksack erlaubt und ein vor den Bauch geschnalltes Baby zählt irgendwie auch als Rucksack, so dass wir nur die einfachen Museumstickets kauften.

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Been there, didn’t climb that 😦

Das Museum selbst ist absolut sehenswert, nicht zuletzt wegen des Saals der Fünfhundert. Die Großartigkeit des Raumes lässt sich schwer mit Bildern einfangen, man muss es tatsächlich selber vor Ort gesehen haben.

Direkt neben dem Saal der Fünfhundert ist das kleine, feine Studiolo di Francesco I.

Der Rest des Palastes ist ebenso sehenswert. Jeder Raum hat ein bestimmtes Motto, bei fast jedem Raum sind die Decken reich verziert und es hängen unzählige Gemälde an den Wänden. Selbst die Schränke und Kommoden sind Kunstwerke. Bei einem Besuch sollte man entsprechend viel Zeit mitbringen, um diesen Reichtum auch genügend würdigen zu können.

Danach führte uns der Tagesplan über die Ponte Vecchio zum Palazzo Pitti, wo wir uns den Boboli-Garten anschauen wollten.

Doch erneut schlug der Fluch dieses Urlaubs zu, der Palast samt Garten wurden beim Unwetter drei Tage zuvor so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie für den Besucherverkehr geschlossen waren. Schade, denn ich hatte mich sehr auf den Garten gefreut.
Als Alternative überlegten wir, uns das Forte di Belverdere anzuschauen. Der Weg dorthin führte uns ein wenig am Arno entlang, an einer Eisdiele (Il Gelato di Filo, völlig zurecht 4,9 Punkte bei Google Maps) mit sehr leckerem Eis vorbei und den Hügel auf einer Straße an einer dicken Steinmauer hinauf. Bei 25 Grad im Schatten nur bedingt ein Vergnügen.

Und damit sich die Anstrengung des Aufstiegs auch richtig gelohnt hat, ist das Fort am Montag geschlossen und wir standen erneut vor verschlossenen Türen. Dann eben nicht, wir sammelten unsere letzten Kräfte und traten den Heimweg an, der uns auf dem Weg zum Bahnhof an der Kirche Santa Trinita vorbei führte.

Um würdig Abschied von dieser fantastischen Stadt zu nehmen, fuhren wir zum Piazzale Michelangelo, von dem aus man einen herrlichen Blick über die Stadt hat. Unbedingt sehenswert!

 

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