England, Tag 19: St. Michael’s Mount

Nach dem gewohnten englischen Frühstück ging es bei annehmbaren Wetter Richtung Süden zu St. Michael’s Mount. Vor acht Jahren waren wir während unserer improvisierten Hochzeitsreise bereits beim französischen Pendant, Mont Saint Michel, weswegen wir uns natürlich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen konnten.

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Wir sind leider 5 Minuten zu spät an unserem Ziel gewesen, so dass der bei Ebbe trockene Übergang gerade geflutet wurde und sich mein Mann nasse Füße holte, während er das Kind auf dem Rücken trug und sich meine wasserdichten Turnschuhe bewährten. Erschwert wurde der Übergang durch jede Menge intelligenter Menschen, die sich mitten in den Weg stellten und jammerten, weil das Wasser kam, anstatt sich einfach ein trockenes Plätzchen zu suchen.

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Nachdem mein Mann seine Socken ausgewrungen und seine Schuhe notdürftig getrocknet hat, konnten wir uns an die Erkundung der Insel machen. Mein Mann durfte zur Entschädigung wieder jede Menge Bilder machen, im Gegenzug versprach er, nicht mehr als nötig zu grummeln.

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Durch eine sehr schöne Gartenanlage und der mittlerweile nicht mehr genutzten Molkerei vorbei wagten wir den Aufstieg.

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Zwei Tage zuvor hatten wir zufällig eine Reportage über Cornwall im TV gesehen, in der unter anderem über St. Michael’s Mount und einer bekannten Legende berichtet wurde:

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Vor langer, langer Zeit lebte ein Riese auf der Insel und suchte immer wieder die Festlandbewohner heim, stahl Schafe, oder wenn es grusliger sein soll auch Kinder, und versetzte generell die Anwohner in Angst und Schrecken. Bis eines Tages Jack – there always is a Jack – ein riesiges Loch auf der Insel grub und den Riesen mittels einer List in das Loch purzeln ließ, worin jener elendig zugrunde ging.

Wie jeder weiß, haben Riesen kein richtiges Herz, sondern stattdessen einen herzförmigen Stein. Jack schnitt dem toten Riesen das Herz heraus und versteckte es im Pflaster, wo es von aufmerksamen Besuchern immer noch gefunden und bewundert werden kann.

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Auf dem Gipfel angekommen, erwartete uns eine fantastische Aussicht und den Kleenen wieder jede Menge Kanonen, auf denen er nach Herzenslust rumklettern konnte.

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Die Burg beherbergt ein sehr sehenswertes Museum mit vielen interessanten Ausstellungsstücken. Für Kinder gibt es ein Quiz, bei dem man, wenn alle Fragen richtig beantwortet wurden, eine Medaille zur Belohnung bekommt. 

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Wundersamerweise hatte der Kleene alles richtig, obwohl er eigentlich nur den Stift getragen hat. Die Medaille hat er trotzdem stolz getragen und jedem präsentiert, ob derjenige wollte oder nicht.

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In der hauseigenen Kapelle wurde dann auch die Geschichte des Erzengels Michael, dem Namensgeber der Insel, gezeigt.

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Zurück aufs Festland ging es dann per Boot, was ein echtes Erlebnis war, da die See recht aufgewühlt war und der Bootsführer einen Heidenspaß daran hatte, das kleine Bötchen über die Wellen tanzen zu lassen.

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Einen kurzen Spaziergang das das beschauliche Dörfchen und einen Besuch beim örtlichen Bäcker später ging es zurück zum Auto. Da wir noch eine Menge Tag übrig hatten, beschlossen wir, Land’s End einen Besuch abzustatten.

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Kaum waren wir aus dem Auto ausgestiegen und 100 Meter gegangen, fing es heftig an zu regnen. Also kehrten wir wieder um, setzten uns ins Auto und überlegten, was wir jetzt tun sollten. Abwarten oder weiter fahren?

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Nach kurzer Zeit wurde aus dem Regen leichter Niesel und wir beschlossen, einen Rundgang entlang der Klippen zu wagen. Zur Freude unseres Kindes gibt es unweit vom Parkplatz eine kleine Farm mit Ponies und Kaninchen. Die Farm selbst hatte schon geschlossen.

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Die Kaninchen gab es auch in freilaufender Ausführung und der Kleene hat sich extra leise angeschlichen, damit sie sich nicht erschrecken und so konnten wir sie tatsächlich mit der Kamera einfangen.

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Wir haben natürlich auch das letzte Haus auf dem Festland und den letzten Briefkasten angeschaut.

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Anschließend erkundeten wir den eigentlichen Konsumtempel, aber alle Geschäfte hatten schon geschlossen, weswegen wir uns dort nicht länger aufhielten und die Rückfahrt nach Newquay antraten.

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Mein Mann hatte auf dem Hinweg „the last and first Inn“ entdeckt und wollte jetzt die Gelegenheit nutzen, ein Bild davon zu machen. Doch leider machten ihm die Betreiber einen Strich durch die Rechnung 😉

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Am Vortag konnten wir wegen des Kleenen nicht mehr zum Strand, also holten wir es an diesem Abend bei unserer Rückkehr nach. 

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Ein klasse Sandstrand, welcher selbst in den frühen Abendstunden noch von Surfern frequentiert wurde und der mit Muscheln und einer kleinen Höhle aufwartete. Man konnte zwar keine Steine ins Wasser schmeißen, aber dafür ein wenig durch die flachen Wellen platschen. Einziger Nachteil ist der mühsame Aufstieg die Klippen hoch.

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Zum Abschluss fix im Pub zu Abend gegessen, danach sind wir alle völlig geschafft sehr schnell eingeschlafen.

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