England, Tag 12: Isle of Wight

An diesem Tag hatten wir Großes vor: eine komplette Insel erkunden. Also stellten wir uns entsprechend zeitig an der Fähre an, Online-Buchung der Tickets hätte sich nicht gelohnt, da man dafür die genauen Abfahrtszeiten wissen muss und mit einem kleinen Kind kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Wir kamen daher ohne Tickets an und fragten den Einweiser, wo wir die Tickets kaufen könnten. Er winkte uns nur in die entsprechende Reihe und murmelte etwas von Jaja. Wir gingen daher davon aus, dass der Kontrolleur auch die Tickets verkauft. Leider weit gefehlt, der Kontrolleur zeigte auf den am äußersten Ende des Hafen versteckten Ticketshop und wir verpassten dadurch die Fähre. Die nächste fuhr eine halbe Stunde später :/

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Aber wenigstens war das Wetter schön und die Überfahrt ruhig, was für die Warterei entschädigte. Vom Schiff aus hat man einen schönen Blick auf den Hafen von Portsmouth und auch auf die vorgelagerten Forts.

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Nach der 40-minütigen Überfahrt kamen wir ohne Zwischenfälle in Fishbourne an, von wo wir ohne Umschweife direkt nach Carisbrooke Castle gefahren sind.

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Carisbrooke ist eine schöne alte Burg, in weiten Teilen noch gut erhalten und vor allem berühmt für seine Esel. Die Tiere wurden benutzt, um das Wasser aus dem tiefen Burgbrunnen nach oben zu ziehen und sogar heute noch leben 4 Esel dauerhaft auf Carisbrooke und werden 2x pro Tag für jeweils 20 Minuten zu Demonstrationszwecken in das Brunnenlaufrad gesteckt.

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Den Rest der Zeit verbringen die Esel auf der Weide oder im Stall und können dort auch gestreichelt werden.

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Auf der Burg gibt es auch einen wunderschönen Garten, der ursprünglich von Prinzessin Beatrice angelegt und mit dem Nachlass einer Wohltäterin wieder reaktiviert wurde.

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Um die ganze Burg herum zieht sich ein Wehrgang, den man in voller Länge erlaufen kann. Unser Kleener fand das großartig, konnte er sich doch so wie ein echter Ritter fühlen. Auf einem Feld vor der Burg stehen große Kanonen, auf die man – sehr zur Freunde unseres Kindes – auch klettern darf.

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Den höchsten Punkt von Carisbrooke bilden die Überreste des Keeps, von denen man einen schönen Blick auf die Umgebung hat, wie beispielsweise den Mount Joy Cemetary, der wirklich so heißt 🙂

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Wir aßen dann noch im burgeigenen Café zu Mittag, wo es typisch englische Gerichte wie Carrot Cake oder Ei-und-Kresse-Sandwiches gab, und gar nicht mal so teuer, dafür aber umso leckerer.

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Nachdem wir auch wirklich die allerletzte Ecke von Carisbrooke erkundet hatten, ging es weiter zu The Needles. Leider verschlechterte sich auf dem Weg dorthin das Wetter und als wir endlich bei The Needles Old Battery angekommen waren, regnete es, zwar nicht stark, aber kontinuierlich.

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Dazu zog Nebel auf, was das Nebelhorn des Leuchtturms dazu veranlasste, aller 30 Sekunden zu tuten.

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Wir sind dann im Nieselregen den gut 2 Kilometer langen Fußweg zurück zum Auto gelaufen. Es fährt wohl auch ein Bus dahin, leider hab ich nicht rausgefunden, wann und wo.

Wir wollten uns dann noch St. Catherine’s Oratory anschauen. Nachdem wir zweimal an der entsprechenden Abzweigung vorbei gefahren sind und dann auch noch feststellen mussten, dass nur wieder ein recht langer Fußweg, der zudem zurück noch ziemlich steil anstieg, führte, unser Kind bereits im Auto eingeschlafen und das Wetter nicht besser geworden war, schenkten wir uns den Besuch.

Stattdessen machten wir eine kleine Inselrundfahrt Richtung Ryde. Dort angekommen suchten wir uns ein kleines Restaurant, wo wir richtig viel Essen für relativ wenig Geld bekamen. Außerdem gab es zu den Gerichten mal richtig viel Gemüse, und nicht, wie sonst üblich, mikroskopisch kleine Portionen von Erbspüree. Mittlerweile war es doch recht spät geworden, so dass wir aufpassen mussten, die 21-Uhr-Fähre zurück nicht zu verpassen.

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Aber es ging alles gut, Überfahrt wieder sehr ruhig, wenn auch recht nass von oben, so dass wir kurz nach 22 Uhr wieder in der Pension ankamen, wo wir einfach nur völlig platt ins Bett gefallen sind.

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