England, Tag 8: Battle Abbey

Ich musste mal wieder einen ruhigen Vormittag einlegen, die Fahrerei vom Vortag hatte mich doch ordentlich geschlaucht. Die Jungs suchten sich ein kleines Café in der Stadt, wo sie ausgiebig frühstückten, während ich in Ruhe wach wurde und duschte.

Unser heutiges Ziel war Battle Abbey, einer der wichtigsten historischen Orte Englands. Immerhin fand hier die Schlacht von Hastings statt, bei der die Armeen von Wilhelm dem Eroberer und Harald II. gegeneinander kämpften und an deren Ende der Tod Haralds stand. An dieser Stelle wurde zum Gedenken an die Opfer die Abtei gegründet, der zugehörige Altar soll genau an der Stelle stehen, an der Harald sein Leben verlor.

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Kaum in der Abbey angekommen, sprach uns eine nette Mitarbeiterin des English Heritage an und erkundigte sich nach unserem Aufenthalt. Sie bot uns dann einen 9- oder 16-Tage-Pass für alle Heritage-Örtlichkeiten an. Ich war erstmal sehr misstrauisch, hatte ich doch nicht so richtig Lust auf Abzocke, aber ließ mir trotzdem alles erklären. Es stellte sich heraus, dass das Pass-Angebot für uns tatsächlich lohnend ist. Wir hatten uns im Vorfeld schon erkundigt und fast alle großen und berühmten Sehenswürdigkeiten in England werden von ihnen verwaltet, unter anderem Stonehenge, Tintagel oder der Hadrianswall. Zwar klang der Preis von 54 Pfund für 2 Personen erstmal ziemlich heftig, aber ein kurzes Nachrechnen ergab, dass wir nach ca. zwei Drittel aller von uns avisierten Plätze diese Kosten wieder drin hätten. Was wir erst später heraus fanden und das auch nicht vergessen werden sollte, ist, dass viele nicht im English Heritage organisierten Sehenswürdigkeiten Kooperationen eingegangen sind und Heritage-Mitgliedern teilweise bis zu 50% Nachlass auf den Eintrittspreis gewähren. Gratis zur Mitgliedsschaft gab es außerdem ein Buch mit allen Sehenswürdigkeiten, das alleine schon 11 Pfund gekostet hätte und in den nächsten 2 Wochen unsere Bibel wurde.

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Nachdem die Formalitäten erledigt waren, machten wir uns an die Erkundung der Abbey. Ein großes Areal mit viel Freilauf fürs Kind und informativen Schautafeln für den Erwachsenen.

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Wir erkundeten das Schlachtfeld, pflückten wieder wilde Brombeeren und sahen uns die Überreste des Klosters an.

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Immer wieder stießen wir dabei auf wild-romantisch zugewachsene Ecken.

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Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, aßen wir in der Cafeteria noch eine Kleinigkeit zu Mittag, bevor wir uns auf den Weg zum Pevensey Castle machten. Dieses English Heritage Kleinod lag praktischerweise direkt auf unserem Heimweg und wir wollten unseren nagelneuen Mitgliedspass auch wirklich ausnutzen. Ohne den Pass hätten wir uns den Besuch sicherlich geschenkt.

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Das Kastell aus der Römerzeit ist recht übersichtlich, aber trotzdem sehr interessant. Es gab eine kleine Ausstellung, die teilweise sehr kindgerecht aufbereitet war. Außerdem durfte auch hier der Kleene überall rumrennen und auf den meisten Mauerresten rumklettern. Wo es zu gefährlich oder nicht erwünscht war, gab es entsprechende Hinweise.

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Nach so viel Geschichte ging es zurück nach Eastbourne, wo wir noch einen kleinen Strandspaziergang zum dortigen Wish Tower machten, bevor wir uns endgültig ins Hotel zurückzogen.

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