England, Tag 4: Science Museum

Da das Busfahren tags zuvor so gut ankam, haben wir an diesem Tag eine extra lange Busfahrt von Hounslow nach Hammersmith gemacht. Der Kleene konnte die ganze Zeit vorne sitzen und wir hatten genügend Zeit, um uns die Gegend anzuschauen. Ich fand es vor allem verkehrstechnisch spannend, denn in zwei Tagen sollte ich ja das erste Mal selber auf der linken Seite fahren und so nahm ich die Fahrt als Eingewöhnung.

An der Endhaltestelle angekommen stiegen wir in die U-Bahn und ich stellte fest, dass wir direkt über Paddington fahren. Dort also ausgestiegen und uns den wunderschönen Bahnhof angeschaut. Obwohl dieser natürlich an die modernen Zeiten angepasst wurde, hat er trotzdem noch viel von seinem alten Charme behalten, was mir sehr gut gefallen hat.

DSCN5910

Von Paddington ging es weiter nach South Kensington ins Science Museum. Eine riesige Ausstellung, von der wir gerade mal das Erdgeschoss und einen Teil des Untergeschosses geschafft haben. 

Zuerst schauten wir uns den Beginn der Industriealisierung an, mit vielen Dampfmaschinen und deren Weiterentwicklung. Dazu gab es viele Schautafeln und immer wieder kleine, bewegliche Modelle, die unser Kind am besten fand und sich nur schwerlich davon lösen konnte.

dampf

Daran schloss sich eine Ausstellung über die Raumfahrt an, wo es echte Weltraumraketen, Raumkapseln, Mondgestein und Raumanzüge zu sehen gab. Auch hier war alles sehr liebevoll arrangiert. Spannend fand ich die Fragen, die auf großen Schautafeln gestellt wurden, da sie lustig waren und gleichzeitig zum Nachdenken anregten:

quest

Wir aßen sehr gut im Museumsrestaurant, auch wenn es ein klein wenig teurer war. Aber dafür mussten wir keinen Eintritt ins Museum zahlen, so dass sich das wieder ausgeglichen hat. Nach dem Mittagessen schauten wir uns die Sonderausstellung zu Alan Turing, einer tragischen Gestalt der Wissenschaftsgeschichte, an.

turing

Im Anschluss ging es in die Ausstellung über die Entwicklung normaler Haushaltsgegenstände in Großbritannien. Es gab so unglaublich viel zu sehen, viel kurioses wie Spielzeug oder „unknackbare“ Schlösser, anderes eher befremdlich und ängstigend, wie Contergan-Tabletten oder die ersten Crash Test Dummies. Zwischen all den tausenden Gegenständen versteckte sich sogar ein Dalek, was dann für mich als ollen Whovian ein echtes Highlight der Ausstellung war.

DSCN5951

Dann ging es noch ins Untergeschoss, wo es eine interaktive Ausstellung für Kinder gab. Sie konnten dort jede Menge Knöpfe drücken und schauen, was dann passiert. Und es gab Installationen, die ausgelöst wurden, wenn man an einer bestimmten Stelle stand. So kroch ein Mann aus einem Toilettenspülkasten und ein Eisbär versteckte sich in einem Kühlschrank. Das hat den Kleenen natürlich mächtig beeindruckt, noch Tage später erzählte er von dem Eisbären und wie laut dieser gebrüllt hatte.

Danach waren wir zu k.o., um uns noch die restlichen Etagen anzuschauen. Lieber machten wir diesmal zeitig Feierabend und fuhren nach Covent Garden – mal wieder. Immerhin war der Markt noch offen und wir konnten nach Herzenslust durch all den Krimskrams, der dort angeboten wurde, stöbern, ohne aber etwas brauchbares zu finden.

In einer Nebenstraße fanden wir ein tolles indisches Restaurant, wo wir allerdings nur eine Kleinigkeit aßen, da wir noch ziemlich satt vom Mittagessen waren. Am beeindruckensten war jedoch die Deckendekoration.

DSCN5954

Anschließend sind wir wieder ins Hotel gefahren und haben zur Abwechslung mal ein wenig fern geschaut und das Kind durfte in der Wanne planschen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s