England, Tag 1: die Anreise

Ich habe das so ein bisschen vor mir hergeschoben, da es doch eine ganz schöne Mammutaufgabe ist, 22 Reisetage in Artikel zu pressen. Aber andererseits war der Urlaub auch so schön, dass es eine Schande wäre, ihn in Vergessenheit geraten zu lassen. Also dann, allons-y 🙂

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Entgegen allen Erwartungen schafften wir es an unserem ersten Tag pünktlich aus dem Haus. Das war keine so einfache Sache, weil wir gerne auch mal ein wenig schlampen und trödeln, die Sachen erst auf den letzten Drücker packen und ein dazwischen wuselndes Kind eher zum allgemeinen Chaos beiträgt. Aber diesmal ging alles gut, wir waren pünktlich, die Straßenbahn kam auch bald und wir schafften es mit einem guten Zeitpolster zum Bahnhof. Dort angekommen stellten wir fest, dass unser Zug 15 Minuten Verspätung hat. Die Zugfahrt in die Hauptstadt verlief unspektakulär und auch die Verspätung störte nicht, da ich genug Pufferzeit eingeplant hatte.

Wir schleppten dann unsere Reisetaschen, wir besitzen leider nicht diese neumodischen Rollkoffer, zur Bushaltestelle, von wo uns ein Bus nach Tegel bringen sollte. Die Zeit verging, aber kein Bus in Sicht, obwohl er aller 7 Minuten fahren sollte. Nach ungefähr 30 Minuten Wartezeit, zum Glück bei strahlendem Sonnenschein, sickerte dann von irgendwo die Information durch, dass der Bus wegen einer Demonstration nicht fahren könnte. Also gut, schleppten wir unsere Taschen zurück zum Taxistand und erwischten auch gerade noch so eins. Die Fahrt zum Flughafen ging schnell und war auch gar nicht so teuer, weswegen wir diese Option gleich für den Rückweg fest einplanten.

Die Taxifahrerin lud uns direkt vorm Check-in-Schalter ab, wo uns eine Anzeigetafel mitteilte, dass der Flug ungefähr 45 Minuten Verspätung habe. Durch meine großzügig geplanten Pufferzeiten ergab das für uns gute zweieinhalb Stunden Wartezeit, aber zum Glück gibt’s an einem Flughafen genug zu sehen. Wir sind dann erstmal in ein Café, die Taschenschlepperei und das Warten hatten doch ordentlich geschlaucht. Nachdem wir uns an exotischen Kaffee- und Kakaovariationen gestärkt hatten, schlug ich vor, auf die Besucherterrasse zu gehen und den Flugzeugen zuzuschauen. Immerhin war das Wetter richtig schön und unser Kleener findet Flugzeuge bestimmt spannend. Gesagt, getan und Recht gehabt. Ganz fasziniert schaute er den startenden und landenden Flugzeugen zu und war dadurch auch gleich vorbereitet auf das, was ihn erwartete.

flug

Es wurde dann so langsam Zeit, zum Flugzeug zu gehen. Security ging ohne Probleme, der Kleine hat auch da ganz tapfer mitgemacht und interessiert geschaut, was die Männer und Frauen mit unseren Rucksäcken und ihren Metalldetektoren machen. Unser Flug hatte mittlerweile 55 Minuten Verspätung, aber alles noch kein Problem, das Hotelzimmer in London war bis 24 Uhr für uns reserviert. Boarding und Start klappten dann auch wunderbar, wir haben sogar noch genug Platz in den Gepäckfächern für unseren Kindersitz gehabt. Der Kleene hatte während des gesamten Flugs seinen Teddy im Arm und überhaupt keine Angst. Im Gegenteil, er hat sich gefreut, dass er die Wolken mal von oben sieht, wie sein Großvater ihm aufgetragen hatte. Die dichte Wolkendecke begleitete uns den ganzen Flug, nur beim Landeanflug über London riss sie auf und wir konnten erste Blicke auf die Stadt erhaschen.

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Passkontrolle und Gepäckabholung wieder ohne Probleme und nach kurzer Zeit hatten wir auch einen Geldautomaten gefunden und ich konnte das erste Mal meine niegelnagelneue Kreditkarte einsetzen. Dann zum Taxistand, Gepäck und Familie ins Auto geladen und ab zum Hotel, welches ziemlich nah am Flughafen lag. Der Fahrer gab alles ohne Rücksicht auf Leib und Leben und eine rasante Fahrt später und 30 Pfund leichter kamen wir im Hotel an, wo uns ein großes Zimmer erwartete.

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Wir waren dann noch im hoteleigenen Restaurant essen, weil uns zu diesem Zeitpunkt jeglicher Nerv fehlte, noch irgendetwas anderes zu suchen. Essen war ok, auch vom Preis, leider war der Kleene zu müde, um seine Fischstäbchen und Pommes genießen zu können. Immerhin gab es in der Lobby kostenloses WLan für die Gäste, was ich auch gleich ausnutzte, um die daheim Gebliebenen über unsere gute Ankunft zu informieren und das Wetter für den nächsten Tag zu checken. Wir sind dann alle um 22 Uhr total geschafft im Bett gelandet und auch sofort eingeschlafen.

War ja auch ein aufregender erster Tag 🙂

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